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Scheunendrescher Nr. 11

Björn Engholm beim Scheunendrescher in Stralendorf

Scheunendrescher Nr. 11 debattierte am 28. November über „Die Kunst, gut zu regieren“

Stralendor
f – „Die Kunst, gut zu regieren“ – so lautete das spannende Thema des vierten und letzten der diesjährigen Stralendorfer Scheunendrescher, der am 28. November 2014 in der Amtsscheune stattfand. Moderator Jürgen Seidel hatte sich dazu vier Menschen, zwei Frauen und zwei Männer, eingeladen, die ihre ganz eigenen Erfahrungen und Erkenntnisse mit der und über die Kunst des Möglichen – so Bismarck über Politik – gesammelt haben. Das sind der frühere Bundesbildungsminister, Kieler Ministerpräsident und SPD-Kanzlerkandidat Björn Engholm und die Schweriner Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow sowie die Kulturjournalistin Maria Willer und der Stralendorfer Bürgermeister Helmut Richter. Und angesichts dieser Besetzung ist auch zu erwarten, dass auch über Politik und Kultur, Kultur und Politik geredet wird.

Bereits einen Tag später hatte die SVZ einen freundlichen, noch am selben Abend verfassten Bericht von Werner Mett über den "Scheunendrescher" Nr. 11 im Blatt [485 KB] .

Jürgen Seidel

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Gespräche über Gott und die Welt

Prinzip der von Jürgen Seidel moderierten Veranstaltungsreihe ist es, mit verschiedenen Gästen gewissermaßen über Gott und die Welt ins Gespräch zu kommen, wobei die Weltbetrachtung immer auch aus Stralendorfer Sicht geschehen soll. Das findet auch bei der Auswahl der Gäste Berücksichtigung. So soll laut Konzept immer mindestens ein Gast aus Stralendorf stammen. Zur Premiere war deshalb der Mann gekommen, dem es Stralendorf verdankt, dass es in diesem Jahr überhaupt sein stolzes Jubiläum feiern kann. Die Rede ist von Ritter Heinrich von Blücher, der bereits seit der Übergabe des neuen Gemeindewappens ausgezeichnet von der Gemeindepädagogin und Seelsorgerin Ingrid Hoyer verkörpert wird. Von Blücher hatte am 7. Januar 1334 eine Hufe aus seinen Stralendorfer Besitzungen an das Schweriner Domkapitel verschenkt. Eine kurze Spielszene führte zu Beginn des Premieren-„Scheunendreschers“ auf vergnügliche Weise fast sieben Jahrhunderte in die Vergangenheit zurück, ehe auch Heinrich von Blücher auf dem Sofa Platz nahm.

Dort saßen bereits die Schweriner Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow und BUGA-Chef Jochen Sandner. Alle vier – den SD-Moderator eingeschlossen - diskutierten sie informativ und unterhaltsam unter anderem über die anfänglichen Vorbehalte gegen die BUGA und über die späteren Erfolgsgeheimnisse der Bundesgartenschau Schwerin 2009, aber auch über die BUGA-Tauglichkeit ihrer eigenen Gärten sowie über ihre jeweiligen Vorstellungen von Heimat. Weitere Schwerpunkte der Diskussion waren Erfahrungen der BUGA-Verantwortlichen, die für das Stadtmarketing zur 850-Jahrfeier Schwerins im nächsten Jahr genutzt werden können und auf welche Weise sich vielleicht auch Stralendorf und Stralendorferinnen und Stralendorfer in das landeshauptstädtische Gründungsjubiläum einbringen können. In diesem Zusammenhang ließ Heinrich von Blücher durchblicken, dass er sehr gern im Festumzug mit dabei sein würde.

Im Übrigen wurde auch das brisante Thema der Stadt-Umland-Beziehungen und einer manchmal diskutierten Eingemeindung von Dörfern aus dem Schweriner Speckgürtel nicht ausgelassen. Hier überzeugte das souveräne Agieren der Schweriner Oberbürgermeisterin, die sich für Kooperation statt Konfrontation einsetzte und für ihre Äußerungen auch in Stralendorf spontanen Beifall bekam. Für einen weiteren Höhepunkt des fast zweistündigen Abends sorgte ein Überraschungsgast. Das BUGA-Maskottchen „Fiete“ ließ es sich nicht nehmen, höchstpersönlich zum „Scheunendrescher“ zu erscheinen und ein bisschen über die Schönheiten und Schwierigkeiten seiner Figur zu plaudern, die es übrigens sogar zwei Mal gab. Dennoch, auch das war während des ersten Stralendorfer „Scheunendreschers“ zu erfahren, gab es Tage, an denen wegen auswärtigen Werbeeinsätzen zum Beispiel an der Ostsee auf dem Schweriner BUGA-Gelände Fiete-freie Zeit herrschte. Zum Glück aber gab es viele, viele andere Attraktionen …

Dank an Mitwirkende, Partner und Sponsoren

Wenn die Premiere der neuen Stralendorfer Veranstaltungsreihe so gut gelaufen ist, dann lag das neben der Diskussionsfreudigkeit der Gäste und der Aufgeschlossenheit des Premierenpublikums zu einem guten Teil an Mitwirkenden, Partnern und Sponsoren, denen auch an dieser Stelle sehr herzlich gedankt werden soll.

Dazu gehörten „Musikus“ Dirk Hammerich aus Alt Meteln am Klavier und „Mundschenk“ Alfred Siering vom gegenüberliegenden Landgasthof „Am Amt“, der sich nicht nur ebenso fleißig wie unauffällig um das kulinarische Vergnügen von Zuschauern und Talkshow-Gästen kümmerte, sondern auch den „Original Stralendorfer“ präsentierte – ebenfalls eine erfolgreiche Premiere.

Zum Gelingen des „Scheunendreschers“ Nr. 1 trug Diplom-Designer Uwe Sinnecker aus Schwerin ein wichtiges Scherflein bei, der sich um den angenehmen visuellen Auftritt des Unternehmens kümmerte, sowie Mario Kriening (Schwerin) und Christian Klatt (Stralendorf) von der Technik.

Aber was wäre ein „Scheunendrescher“ ohne Sofa und Klavier, ohne Einspielfilme und ohne die bereits erwähnte Technik? Ein herzlicher Dank für das Sofa geht an die Möbelstadt Rück aus Pampow (siehe Foto), für das Klavier an das Pianohaus Kunze aus Alt Meteln, an den Norddeutschen Rundfunk (NDR), der die BUGA-Filme zur Verfügung gestellt hat, sowie an das Musikhaus Eggert in Schwerin, welches die Mikrofon- und Verstärkertechnik zu moderaten Preisen verliehen hat.

Für Mitmenschen, die leider bei der Premiere nicht dabei sein konnten, sowie für die Nachwelt im Bild festgehalten hat das historische Ereignis der Schweriner Fotograf Detlef Klose.

Und auf keinen Fall vergessen darf die Stiftung der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin, die die ersten beiden Stralendorfer „Scheunendrescher“ mit einer bemerkenswerten Summe unterstützt.“
Soweit ein Blick zurück, und jetzt ein Blick wenige Tage voraus – auf den nächsten Stralendorfer Scheunendrescher, welcher am 25. Oktober, ab 19 Uhr natürlich wiederum in der Amtsscheune, eine Spezialausgabe mit Sigmund präsentieren wird. Sind Sie dabei? Sehen wir uns? Herzlich willkommen. Einlass ab 18.15 Uhr.

Kontakt:

eMail Telefon Anschrift
rhetorica-rampe@t-online.de 03869 780584 rhetorica rampe
Jürgen Seidel
Zum Winkel 3
19073 Stralendorf