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Scheunendrescher Nr. 15

Stralendorfer Scheunendrescher mit Gojko Mitic am 15. April ausverkauft
DEFA-Chefindianer auch bei einmaliger Vorführung „Die Söhne der großen Bärin“ mit dabei

Stralendorf
– Der nächste Stralendorfer Scheunendrescher Nr. 15, zu dem unter dem Titel „Premiere zwischen Prärie und Provinz“ am Freitag, dem 15. April 2016, auch DEFA-Chefindianer Gojko Mitic in die Amtsscheune kommt, ist ausverkauft. Das teilen die Veranstalter mit, die Gemeinde Stralendorf und der Dorfverein 675 Jahre Stralendorf e.V.

„Die Söhne der großen Bärin“ am 16. April in der Amtsscheune

Wie es weiter heißt, seien damit aber nicht alle Chancen vergeben, Mitic persönlich zu erleben. Der beliebte Schauspieler ist auch am folgenden Tag, Sonnabend, dem 16. April 2016, noch einmal in der Stralendorfer Amtsscheune anzutreffen. Vor der einmaligen Vorführung der berühmten DEFA-Produktion „Die Söhne der großen Bärin“ mit Mitic in der Hauptrolle des Häuptlings Tokei-ihto, stellt er sich einem Interview mit Jürgen Seidel, beantwortet Zuschauerfragen und signiert auch Kinokarten und andere Dinge, auf denen man schreiben kann. „Die Söhne der großen Bärin“ waren am 28. Februar 1966 in die DDR-Kinos gekommen und erwiesen sich mit bis heute inzwischen rund 11 Millionen Zuschauern als einer der erfolgreichsten DEFA-Filme überhaupt.
Die Eintrittskarten für den Sonnabend-Film kosten einheitlich fünf Euro für alle (kleinen und großen Indianer) und sind sowohl im Vorverkauf ab Mittwoch, dem 30. März 2016, als auch an der „Abendkasse am Mittag“ zu haben. Die Veranstaltung in der Stralendorfer Amtsscheune, Dorfstraße 30, beginnt am 16. April 2016 um 14 Uhr. Einlass und Kartenverkauf starten um 13.30 Uhr.

Jürgen Seidel




Premiere zwischen Prärie und Provinz: Gojko Mitic in Stralendorf (ausverkauft)
Fotoausstellung von Karl-Josef Buschhauer aus Schossin wird eröffnet

Stralendorf
– Da dürften bei dem einen oder anderen Kindheitserinnerungen wachwerden – wenn Schauspieler und Ex-DEFA-Chefindianer Gojko Mitic als Stargast am 15. April zum bereits 15. „Stralendorfer Scheunendrescher“ in die Amtsscheune kommt. Schließlich ist es in diesem Sommer genau 50 Jahre her, dass in der DDR „Die Söhne der großen Bärin“ anliefen, einer der erfolgreichsten DEFA-Filme überhaupt und – wie gesagt für nicht wenige eine unvergessliche Kindheitserinnerung. Auch darüber und über vieles andere mehr wird mit Mitic zu reden sein, wenn er Mitte April auf der „Scheunendrescher“-Couch Platz nimmt und sich unter dem Titel „Premiere zwischen Prärie und Provinz“ den Fragen von Moderator Jürgen Seidel und sicher auch denen der anderen drei Gäste stellen wird.

Gojko Mitic als Stargast


Wie sitzt man eigentlich im Damensitz? Und warum?

Da ist zum einen die Fahrlehrerin Dorit Schicketanz vom Landgestüt Redefin, die unter anderem über das Warum und Wie des sogenannten Damensitzes berichten wird, aber auch darüber, wie man eine Kutsche mit vielen Pferden davor sicher lenkt. Die anderen beiden Gäste des Abends kommen nicht von außerhalb, sondern direkt aus Stralendorf: Ute und Torsten Zeigert sind begeisterte Schlittenhundesportler und kommen mit ihren vier Siberian Huskys in die Amtsscheune. Die Organisatoren der beliebten ländlichen Talkshow haben also wieder für ein spannendes Gesprächsangebot sowie für Nutzen und Vergnügen gesorgt. Und natürlich sind auch die beiden Musiküsse Dirk Hammerich (Klavier) und Ingolf Drabon (Saxofon) sowie Mundschenk Alfred Siering vom der Amtsscheune gegenüberliegenden Landgasthof „Am Amt“ mit von der Partie.

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Gespräche über Gott und die Welt

Prinzip der von Jürgen Seidel moderierten Veranstaltungsreihe ist es, mit verschiedenen Gästen gewissermaßen über Gott und die Welt ins Gespräch zu kommen, wobei die Weltbetrachtung immer auch aus Stralendorfer Sicht geschehen soll. Das findet auch bei der Auswahl der Gäste Berücksichtigung. So soll laut Konzept immer mindestens ein Gast aus Stralendorf stammen. Zur Premiere war deshalb der Mann gekommen, dem es Stralendorf verdankt, dass es in diesem Jahr überhaupt sein stolzes Jubiläum feiern kann. Die Rede ist von Ritter Heinrich von Blücher, der bereits seit der Übergabe des neuen Gemeindewappens ausgezeichnet von der Gemeindepädagogin und Seelsorgerin Ingrid Hoyer verkörpert wird. Von Blücher hatte am 7. Januar 1334 eine Hufe aus seinen Stralendorfer Besitzungen an das Schweriner Domkapitel verschenkt. Eine kurze Spielszene führte zu Beginn des Premieren-„Scheunendreschers“ auf vergnügliche Weise fast sieben Jahrhunderte in die Vergangenheit zurück, ehe auch Heinrich von Blücher auf dem Sofa Platz nahm.

Dort saßen bereits die Schweriner Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow und BUGA-Chef Jochen Sandner. Alle vier – den SD-Moderator eingeschlossen - diskutierten sie informativ und unterhaltsam unter anderem über die anfänglichen Vorbehalte gegen die BUGA und über die späteren Erfolgsgeheimnisse der Bundesgartenschau Schwerin 2009, aber auch über die BUGA-Tauglichkeit ihrer eigenen Gärten sowie über ihre jeweiligen Vorstellungen von Heimat. Weitere Schwerpunkte der Diskussion waren Erfahrungen der BUGA-Verantwortlichen, die für das Stadtmarketing zur 850-Jahrfeier Schwerins im nächsten Jahr genutzt werden können und auf welche Weise sich vielleicht auch Stralendorf und Stralendorferinnen und Stralendorfer in das landeshauptstädtische Gründungsjubiläum einbringen können. In diesem Zusammenhang ließ Heinrich von Blücher durchblicken, dass er sehr gern im Festumzug mit dabei sein würde.

Im Übrigen wurde auch das brisante Thema der Stadt-Umland-Beziehungen und einer manchmal diskutierten Eingemeindung von Dörfern aus dem Schweriner Speckgürtel nicht ausgelassen. Hier überzeugte das souveräne Agieren der Schweriner Oberbürgermeisterin, die sich für Kooperation statt Konfrontation einsetzte und für ihre Äußerungen auch in Stralendorf spontanen Beifall bekam. Für einen weiteren Höhepunkt des fast zweistündigen Abends sorgte ein Überraschungsgast. Das BUGA-Maskottchen „Fiete“ ließ es sich nicht nehmen, höchstpersönlich zum „Scheunendrescher“ zu erscheinen und ein bisschen über die Schönheiten und Schwierigkeiten seiner Figur zu plaudern, die es übrigens sogar zwei Mal gab. Dennoch, auch das war während des ersten Stralendorfer „Scheunendreschers“ zu erfahren, gab es Tage, an denen wegen auswärtigen Werbeeinsätzen zum Beispiel an der Ostsee auf dem Schweriner BUGA-Gelände Fiete-freie Zeit herrschte. Zum Glück aber gab es viele, viele andere Attraktionen …

Dank an Mitwirkende, Partner und Sponsoren

Wenn die Premiere der neuen Stralendorfer Veranstaltungsreihe so gut gelaufen ist, dann lag das neben der Diskussionsfreudigkeit der Gäste und der Aufgeschlossenheit des Premierenpublikums zu einem guten Teil an Mitwirkenden, Partnern und Sponsoren, denen auch an dieser Stelle sehr herzlich gedankt werden soll.

Dazu gehörten „Musikus“ Dirk Hammerich aus Alt Meteln am Klavier und „Mundschenk“ Alfred Siering vom gegenüberliegenden Landgasthof „Am Amt“, der sich nicht nur ebenso fleißig wie unauffällig um das kulinarische Vergnügen von Zuschauern und Talkshow-Gästen kümmerte, sondern auch den „Original Stralendorfer“ präsentierte – ebenfalls eine erfolgreiche Premiere.

Zum Gelingen des „Scheunendreschers“ Nr. 1 trug Diplom-Designer Uwe Sinnecker aus Schwerin ein wichtiges Scherflein bei, der sich um den angenehmen visuellen Auftritt des Unternehmens kümmerte, sowie Mario Kriening (Schwerin) und Christian Klatt (Stralendorf) von der Technik.

Aber was wäre ein „Scheunendrescher“ ohne Sofa und Klavier, ohne Einspielfilme und ohne die bereits erwähnte Technik? Ein herzlicher Dank für das Sofa geht an die Möbelstadt Rück aus Pampow (siehe Foto), für das Klavier an das Pianohaus Kunze aus Alt Meteln, an den Norddeutschen Rundfunk (NDR), der die BUGA-Filme zur Verfügung gestellt hat, sowie an das Musikhaus Eggert in Schwerin, welches die Mikrofon- und Verstärkertechnik zu moderaten Preisen verliehen hat.

Für Mitmenschen, die leider bei der Premiere nicht dabei sein konnten, sowie für die Nachwelt im Bild festgehalten hat das historische Ereignis der Schweriner Fotograf Detlef Klose.

Und auf keinen Fall vergessen darf die Stiftung der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin, die die ersten beiden Stralendorfer „Scheunendrescher“ mit einer bemerkenswerten Summe unterstützt.“
Soweit ein Blick zurück, und jetzt ein Blick wenige Tage voraus – auf den nächsten Stralendorfer Scheunendrescher, welcher am 25. Oktober, ab 19 Uhr natürlich wiederum in der Amtsscheune, eine Spezialausgabe mit Sigmund präsentieren wird. Sind Sie dabei? Sehen wir uns? Herzlich willkommen. Einlass ab 18.15 Uhr.

Kontakt:

eMail Telefon Anschrift
rhetorica-rampe@t-online.de 03869 780584 rhetorica rampe
Jürgen Seidel
Zum Winkel 3
19073 Stralendorf